Unsere Flächen

Wir bewirtschaften 5 ha Streuobstbestände auf 6 Flächen rund um Kaufungen verteilt. Dazu kommen noch 1.200 m Beerenobst. Wir möchten alte Baumbestände erhalten und pflanzen neue Bäume, um alte Sorten und die  Streuobstkultur zu fördern. Auf den Flächen stehen 500 Bäume von 1-80 Jahren alt, etwa 200 Apfel-, 200 Birnen-, 70 Pflaumen-, und 25 Kirschbäume. Durch so manche Veredlung auf Mehr-Sortenbäume kommen wir auf mehr als 850 Obstsorten. Für die Jahre 2015 und 2016 sind weitere Flächen in Planung.

Für eine zeitnahe Überprüfung von seltenen Sorten, haben wir eine Pflanzung von Obstgehölzen auf schwächer wachsenden Unterlagen angelegt. Diese kommen dadurch wesentlich eher in den Ertrag. Zukünftig werden diese Sorten hoffentlich  wieder als langlebiger Hochstamm  die Obstwiesen bereichern .

Die Streuobstwiesenkultur hatte ihre Blütezeit Ende des  19.  bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Wie der Name schon sagt, stehen großkronige Obstbäume locker gestreut auf den Flächen, so dass sie als Einzelbäume mit ihrem charakteristischen Wuchs erkennbar bleiben. Die traditonelle Nutzung der Wiesen war die Mahd oder die Beweidung. Durch die Intensivierung des Obstbaues ist diese Bewirtschaftungsform in Vergessenheit geraten und viele alte bewährte Obstsorten drohen zu verschwinden.

Streuobstwiesen haben als eine der artenreichsten Kulturlandschaften  einen hohen ökologischen Wert. Durch ihre Vielfalt der Strukturen und das dadurch entstehende Mosaik unterschiedlicher Lebensräume bieten sie einer Vielzahl von Pflanzen -und Tierarten einen besonderen Lebensraum.

Bei der  Bewirtschaftung unserer Flächen tragen wir der gewünschten Artenvielfalt und den Bedürfnissen der Bäume Rechnung,  indem wir beispielsweise die Baumstreifen häufiger und die Gesamtfläche in Parzellen geteilt zweimal im Jahr mähen. Unsere Flächen werden bewußt unterschiedlich intensiv gepflegt, abhängig von der Lage und dem Alter der Bäume, aber auch im Hinblick auf die Verwertbarkeit des Obstes.

Neben den Obstbäumen unterschiedlichen Alters tragen Hecken, Alt- und Totholz , Nisthilfen für Vögel und Insekten und Sitzstangen für Greifvögel zur Strukturvielfalt und damit zur Artenvielfalt bei.

 

 

 

 

 

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